Ablauf eines Fernstudiums

Eine allgemeine Aussage zum Ablauf beim Fernstudium hängt natürlich in erster Linie von der gewählten Hochschule und dam Studiengang ab. Die zum Teil beträchtlichen Unterschiede machen eine Verallgemeinerung zwar schwierig, aber einige Grundzüge erfüllt fast jedes Fernstudium. Wesentlicher Bestandteil beim Bachelor-, Master- oder Diplom-Fernstudium ist natürlich das Erarbeiten und Erlernen der fachspezifischen Inhalte im Selbststudium. Hierzu dienen die bereitgestellten Materialien der einzelnen Hochschulen.

Präsenzseminare – Gradmesser im Fernstudium

Parallel zum Selbststudium müssen in den meisten Fällen noch sogenannte Präsenzseminare besucht werden. Hier tauschen die Studierenden nicht nur untereinander ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus – auch die Lehrenden setzen im Rahmen der Präsenzseminare neue Lernimpulse und überprüfen den Fortschritt ihrer Studenten. Am ehesten lassen sich diese Termine im Fernstudium mit den Übungsseminaren des Präsenzstudiums vergleichen. Je nach Hochschule kann die Zahl dieser Präsenzseminare spürbar schwanken – die Bandbreite reicht von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen oder gar Monaten.

Zudem wird oft zwischen Pflichtveranstaltungen und sogenannten fakultativen Präsenzseminaren unterschieden. Was Dauer und Umfang betrifft, so unterliegen diese Regelungen ebenfalls den einzelnen Hochschulen, die zudem darüber entscheiden, ob das Präsenzseminar mit einem Leistungstest abschließt oder nicht.

Labormodule und Berufspraxis – Pflicht im technischen Fernstudium

Wer sich für ein Master-Fernstudium oder Diplom-Fernstudium in technischen Studiengängen, wie Maschinenbau oder Elektrotechnik und Informatik, entschieden hat, muss unter Umständen auch Berufspraktika und Labormodule ableisten. Letztere sollen in erster Linie die praktischen Fähigkeiten im Umgang mit Messinstrumenten oder Versuchsanordnungen vermitteln. So kommt der Maschinenbauer im Alltag nicht ohne Druck- und Zugversucher aus, welche jeder Ingenieur im Labor auch selbständig durchführen muss. Ähnlich der Situation im Bereich der Präsenzseminare unterliegen die Regelungen an dieser Stelle den einzelnen Hochschulen bzw. Bildungsträgern.

Allerdings werden seriöse Anbieter beim Fernstudium immer auf den passenden Umfang der praktischen Tätigkeiten achten. Schließlich gehört heute für jeden Ingenieur die nötige Kenntnis und Fingerfertigkeit im Umgang mit Laborgeräten zum A und O, um sich im beruflichen Alltag durchsetzen zu können. Die Dauer der einzelnen Labormodule kann natürlich schwanken – grundsätzlich sollten dafür aber mehrere Tage von jedem Studenten eingeplant werden. Nur das passende Know-how in allen Bereichen des Fernstudiums kann am Ende auch zum beruflichen Erfolg führen.

Wie im Präsenzstudium auch, stehen beim Bachelor- oder Master-Fernstudium am Ende Prüfungen, Klausuren und natürlich das Anfertigen der Abschlussarbeit an. Gerade die Bachelor- bzw. Masterarbeit im Fernstudium ist sicher noch einmal eine große Herausforderung, da hier all das erlernte Wissen im Zusammenhang angewandt werden muss. Und damit die Abschlussarbeit auch gelingt, wird das Bachelor- oder Master-Fernstudium auch in dieser Phase aktiv von Mitarbeitern der Hochschulen und Fachhochschulen betreut.

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