Kosten für ein Fernstudium
Neben Zeitfaktor und Abschluss fließt in die Entscheidung für ein Fernstudium natürlich auch die Frage nach den Kosten ein. Grundsätzlich ist an dieser Stelle eine Unterscheidung zwischen staatlichen Hochschulen sowie den privaten Bildungsträgern nötig. Letztere zeichnen sich zwar in einigen Punkten durch ihre Flexibilität gegenüber den staatlichen Universitäten und Hochschulen aus, fallen aber bei den Kosten für ein Fernstudium nicht immer positiv auf. Vor diesem Hintergrund soll die Kostenfrage auch getrennt voneinander behandelt werden.
Fernstudium an staatlichen Hochschulen
Wie teuer ein Fernstudium an staatlichen Hochschulen am Ende wird, darüber entscheiden viele Faktoren. Neben Bundesland und Hochschule kann sogar die Wahl des Studiengangs wesentlichen Einfluss auf den Kapitalbedarf während des Studiums nehmen. Hintergrund sind schwankende Regelstudienzeiten bzw. Unterschiede zwischen den einzelnen Studenten, was die Studiendauer betrifft. Daher kann an dieser Stelle nur ein schematischer Einblick in die Kosten eines Fernstudiums gegeben werden.
Dies gilt natürlich analog bei Hochschulen in privater Hand. Ein bekanntes Beispiel, an welchem sich die Kosten für ein Fernstudium messen lassen, ist die Fernuniversität Hagen. Im Gegensatz zu anderen Universitäten in Rheinland-Pfalz erhebt die Fernuni Hagen keine Studiengebühren., was dem Studenten natürlich zugutekommt. Dafür müssen eingeschriebene Studenten allerdings sogenannte Materialbezugsgebühren entrichten. Letztere richten sich nach der Zahl von Semesterwochenstunden und können daher beträchtlich schwanken.
Je nach Höhe der Bezugsgebühr werden Studenten an dieser Stelle mit finanziellen Belastungen in Höhe von rund 200,- EUR rechnen müssen – sofern das Fernstudium in Teilzeit, also berufsbegleitend absolviert wird. Wer sich dagegen für den Status des Vollzeitstudierenden entscheidet, muss mit deutlich höheren Ausgaben rechnen. Allerdings reduziert sich im letztgenannten Fall aber auch die gesamte Studiendauer. Werden noch Aufwendungen für Schreib- und Arbeitsmaterial hinzuaddiert, ergibt sich – je nach Studierendenstatus und Studienfach - ein Betrag von schätzungsweise zwischen 250,- und 450,- EUR pro Semester (im Rahmen des Studiums an der Fernuni Hagen).
Zusätzliche Ausgaben entstehen in den Präsenz- bzw. Praktikumsphasen für Unterkunft, Verpflegung etc. Wer sich für ein Fernstudium an anderen Fernhochschulen entscheidet, muss mitunter mit weitaus höheren Kosten rechnen. Auf der einen Seite können die Semesterbeiträge eine Höhe von mehr als 1.000,- EUR erreichen. Zum anderen variiert der zusätzliche Aufwand zwischen den einzelnen Hochschulen. Daneben fallen in der Regel noch Semestergebühren an, über welche Verwaltungskosten gedeckt werden, die je nach Bundesland und Fernhochschule erheblich schwanken können.
Fernstudium an privaten Hochschulen
Vergleicht man die privaten Fernhochschulen mit deren staatlichem Pendant, so fällt sicher als einer der großen Unterschiede der finanzielle Aufwand für ein Fernstudium dem Betrachter auf. Studenten einer privaten Fernhochschule müssen nicht selten mit Kosten von 10.000,- bis 12.000,- Euro für ihr Studium rechnen (je nach Fachrichtung, Bildungsträger und Studiendauer). Neben den monatlichen Beiträgen, die an dieser Stelle ohne Weiteres zwischen 300,- und 350,- EUR liegen können, muss noch mit zusätzlichen Ausgaben gerechnet werden.
So wird in den meisten privaten Fernhochschulen eine Gebühr für den Besuch fakultativer Präsenzveranstaltungen und Praktika oder das Einsenden freiwilliger Aufgaben zur Korrektur fällig – eine Tatsache, die viele Fernstudierende vergessen. Daneben empfiehlt sich, falls Interesse am Master oder Bachelor-Fernstudium an privaten Fernunis besteht, auch ein Blick auf die Prüfungsgebühren. Zum Teil schlägt die Diplomprüfung mit mehreren hundert Euro zu Buche. Und auch Wiederholungen können durchaus teuer werden.
Analog zum Fernstudium an staatlichen Hochschulen ist auch bei den privaten Anbietern weiterhin mit finanziellen Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung im Rahmen der Präsenzphasen zu rechnen.
Fazit: Ob private oder staatliche Fernhochschule – am Ende können die Kosten zum Entscheidungskriterium Nummer 1 werden. Nicht zuletzt, weil gerade staatliche Institute mit deutlich niedrigeren Belastungen winken. Generell lassen sich die Ausgaben in drei Kategorien einteilen:
- Studienbeiträge (Semester- und Studiengebühren, Materialbezugskosten, Betreuungsgebühren, Lehrgangsgebühren)
- Prüfungsgebühren/ Einsendegebühren für fakultative Aufgaben
- Studiennebenkosten (Unterkunft, Verpflegung in den Präsenzphasen, Büromaterial etc.).
Ob nun bei privaten oder staatlichen Instituten macht an dieser Stelle keinen Unterschied. Allerdings sollte die eigene Zukunft nicht nur an den Kosten, sondern in erster Linie an den neuen Karrierechancen gemessen werden.

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