Bewerbung richtig vorbereiten

Bevor eine Bewerbung erstellt wird, sollte sich der Bewerber erst einmal genauer mit dem jeweiligen Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle auseinander setzen. Zumeist bewirbt man sich auf eine Stellenanzeige, aus der man einige Punkte über das Unternehmen erfahren kann. Doch diese reichen meist nicht aus, um sich ein genaues Bild über selbiges zu machen, deshalb ist hier noch eine weitere Recherche gefragt.

Informationen zum Unternehmen

Um die Bewerbung auf das konkrete Unternehmen anpassen zu können, ist es wichtig, sich über dieses zu informieren. Man sollte ein paar Recherchen anstellen, die auf der Webseite des Unternehmens beginnen. So stellt sich die Frage, in welcher Branche das Unternehmen tätig ist und wie groß es ist. Die Anzahl der Mitarbeiter kann bereits einen ersten Anhaltspunkt dahingehend geben, dass man weiß, wie gut das Unternehmen läuft. Auch die Form des Unternehmens, ob es also als Familienbetrieb, als GmbH oder als Einzelunternehmen geführt wird, kann eine wichtige Rolle spielen.

Nicht zuletzt sollten sich Bewerber auch über die Entwicklung des Unternehmens informieren. Hat es schon immer am Standort Deutschland bestanden? Ist es bereits teilweise abgewandert und muss man so schon vor der Einstellung um den Job bangen? Könnte man sich aufgrund dieser gesammelten Daten und Fakten überhaupt in dem Unternehmen wohlfühlen? All diese Fragen stellen sich, noch bevor eine Bewerbung überhaupt geschrieben wird. Denn nur, wer sich in seinem Unternehmen wohlfühlt, sich mit diesem identifizieren kann, wird erfolgreich arbeiten. Während mancher Bewerber sich für das familiäre Klima in kleineren Betrieben erwärmen kann, fehlen anderen die Aufstiegschancen in kleinen Unternehmen. Wenn aber von vornherein klar ist, dass man sich im Unternehmen nicht wohlfühlen würde, wird auch die Bewerbung nur halbherzig erstellt, selbst wenn man die Stelle bekommt, wird man nicht zufrieden sein.

Informationen zur Branche

Wenn sich bereits abzeichnet, dass die Entwicklungen in der Branche eher negativ ausfallen, wird sich mancher Bewerber noch einmal überlegen, ob er langfristig Chancen bei diesem Unternehmen sieht.

Informationen zur Stelle

Absolut unverzichtbar ist auch eine intensive Information über die zu besetzende Stelle. Hier sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, welche Qualifikationen die Arbeitgeber voraussetzen. Kann man diese tatsächlich erfüllen? Wie hoch ist die übliche Bezahlung in der jeweiligen Branche? Viele Unternehmen erwarten heute bereits in der Bewerbung die Angabe einer Gehaltsvorstellung. Diese sollte natürlich angemessen sein, weder zu hoch, noch zu niedrig liegen. Denn das würde die Unternehmen nur darin bestätigen, dass sie eines von vielen sind, sich der Bewerber aber keine Gedanken um die Stelle an sich gemacht hat.

Ebenfalls sollte man sich bereits vor dem Erstellen der Bewerbung über mögliche Aufstiegschancen informieren. Viele ambitionierte Mitarbeiter sehen nur dann eine Chance in einer Stelle, wenn entsprechende Aufstiegschancen gegeben sind. Damit man im Nachhinein nicht enttäuscht ist, sollte man sich also vor der Bewerbung informieren, welche Möglichkeiten man erhalten kann. Ebenfalls sollte man hinterfragen, warum die Stelle neu besetzt wird. Handelt es sich beispielsweise nur um eine Mutterschaftsvertretung, so werden viele Bewerber von vornherein von einer Bewerbung absehen. Zumindest können sie sich so aber darauf einstellen, dass es sich lediglich um eine befristete Anstellung handelt.

Abweichungen von der Stellenanzeige

Wenn man selbst nicht alle Qualifikationen, die gefordert sind, erfüllen kann, muss man sich ebenfalls überlegen, wie man argumentieren kann, um die Stelle dennoch zu erhalten. Vielleicht hat man in der bisherigen Tätigkeit Erfahrungen sammeln können, die zwar nicht unbedingt gefordert werden, die aber zumindest hilfreich für die neue Stelle sein können. Auf diese Erfahrungen sollte man explizit hinweisen.

Geht es um Dinge, die man erlernen kann, sollte man bereits im Anschreiben auf die schnelle Auffassungsgabe hinweisen, die man aufweist, sowie auf die Lernbereitschaft. Mitunter lassen sich Arbeitgeber lieber auf Mitarbeiter ein, die die Qualifikationen nicht zu 100 Prozent erfüllen, die aber mit einem anderen Blickwinkel an das Ganze herangehen und dadurch deutliche Verbesserungen erreichen können.

Gerade Quereinsteiger besitzen oft wertvolle Erfahrungen aus anderen Bereichen, mit denen sie Defizite ausgleichen und das gesamte Unternehmen bereichern können. So wird ein Sachbearbeiter in der Auftragsannahme, der vorher in direktem Kundenkontakt im Ladengeschäft stand, auf seine Kenntnisse im Umgang mit Kunden verweisen können oder ähnliches. Es gibt also viele Argumentationsmöglichkeiten, um kleineren Defiziten zu begegnen. Doch sollte man sich diese bereits vor dem Erstellen der Bewerbung genau überlegen. Denn nur so kann man diese Informationen auch entsprechend herüber bringen.

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