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Kassensperre, öffentliches Denunzieren.
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30.05.2011 13:29 #1Neuer Benutzer
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Kassensperre, öffentliches Denunzieren.
Hallo,
ich bin 30 Jahre alt und arbeite seit gut 10 Jahren in einem großen Multiplex Kino Teilzeit, bin als Servicemitarbeiter eingestellt, Tatäigkeitsfeld, Kartenkasse, Nebenverkauf und Einlass.
In den 10 Jahren gab es keine besonderen Zwischenfälle. Leider ist das Arbeitsverhältnis aus den Fugen geraten in den letzen Monaten. Und ich brauche erstmal Rat, was ich tun kann, was meine Möglichtkeiten sind.
Hier der Sachverhalt:
Anfang/Mitte März hatte ich innerhalb einer Woche zweimal Probleme an der Kartenkasse, beim ersten Mal fehlten mir 3 Freikarten, was zu einer Ermahung führte, beim zweiten Mal, hatte ich eine Freikarte zu wenig und 32,- Euro zu viel in der Kasse. Da die Bombe in der Rohrpost stecken blieb, konnte die Abrechnung nicht in meiner Anwesenheit erfolgen, somit hatte es keine weiteren Konsequenzen in Form von einer Abmahnung.
Daraufhin hat der Personalleiter mich angesprochen und fragte nach, was der Grund sei, da ich in den 10 Jahren davor nicht ein einziges Mal Probleme mit Freikarten oder Verleiherkarten hatte. Er meinte er wollen mich mal für zwei Wochen nicht an der Kartenkasse einteilen, bis ich meine Probleme geklärt habe und ob das okay sei, da weder mir noch dem Kino damit geholfen sei, wenn Freikarten fehlen würden. Ich entgegnete, dass ich keine Angst vor der Kartenkasse habe, aber stimmte dann für die zwei Wochen zu. Das Gespräch war gut geführt und absolut keine Beanstandung meinerseits. In dieser Zeit hatte ich in der Tat unheimlich viel negativen Stress, aber dass ist meine Verantwortung.
Ab Ende März hatte ich dann erst einmal knapp 4 Wochen Urlaub, war dann in der Woche nach dem Urlaub auch wieder am Verkaufsstand und an der Kartenkasse eingeteilt. Am 03.05 an der Kartenkasse musste die Kartentranche während der Schicht getauscht werden. Beim Abmelden habe ich dann nur die letzte Nummer korrigiert und eine Zahl übersehen, zudem habe ich als Begründung 8mal die zwei angegeben, nach Rücksprache mit dem Teamleiter, hätte aber 8mal die 1 sein müssen. Die diensthabende Managerin hat beim abcashen dann ebenfalls übersehen, dass die eine Zahl auf dem letzten Testticket nicht mit der im System übereinstimmte. Das Problem ist dann erst am nächsten Tag aufgefallen.
Zweifelslos meine Fehler, stehe auch für grade. Können mir dafür gerne Abmahnungen geben. Habe aber nichts weiter bekommen.
So wurde ich dann am Freitag den 05.05 am Beginn meiner Schicht vom Kinoleiter auf die falsche Ticketnummer angesprochen. An dem Tag war ich dann im Erdgeschoss auf der Ebene eingteilt, bezüglich Kassensperre oder ähnliches hat der Kinoleiter nichts gesagt. Erst während der Schicht fiel mir auf, dass ich ursprünglich am V3 eingeteilt war, hatte 14:00-21:15, an meiner statt war Alexander W. dann am Verkaufsstand von 14:00-21:15 und dann bis 23:00 unten im Erdgeschoss. Auf dem Plan vom ersten Teamleiter war die Änderung dann auch noch handschriftlich, bevor komplett neue Pläne ausgedruckt worden sind. Ich habe es zuerst nicht in Zusammenhang gebracht mit der Kasse, sondern dachte, dass der Kinoleiter eventuell noch nicht mitbekommen hat, dass meine Ex und ich nicht mehr zusammen sind und er nicht wollte, dass wir zusammen eingeteilt sind.
Am Mittwoch, den 11.05, hatte ich dann 18:00-0:30, diese Schicht ist immer letzte Kartenkasse, wurde aber wieder auf der Ebene im Erdgeschoss eingeteilt, der Enddienst Sahin K., war dann bis 0:30 an der Kartenkasse, bevor er ab 0:30 auf der Ebene eingeteilt war. Habe dann direkt im Büro angerufen, da bis zu diesem Zeitpunkt niemand mit mir gesprochen hatte, und wollte mit dem Kinoleiter reden. Es war aber nur noch Frau B. da. Habe es dann erstmal auf sich bewenden lassen, war in der Woche darauf nur auf der Ebene eingeteilt. Am Donnerstag den 19.05 war ich dann wieder an der Kartenkasse eingeteilt und auch gearbeitet, dachte die Sache hätte sich damit erledigt. Abgecasht wurde ich dann auch vom Kinoleiter, hatte Nullkasse. Auch hier hat er wieder nichts gesagt.
Am Mittwoch, den 25.05, dann wieder das gleiche Spiel. Hatte 18:00-0:30, war auf der Ebene im 1.Obergeschoss, der Enddienst, Andreas S., war bis 0:30 an der Kartenkasse und kam danach als Enddienst auf die Ebene. Der Kinoleiter war noch da, habe ihn dann direkt angesprochen.
Das Gespräch hat an sich nichts gebracht, er bestätigte, dass ich Kartenkassen und Verkaufsstandsperre habe. Auf den Murks, mich am Donnerstag an der Kartenkasse arbeiten zu lassen und heute wieder zu versetzten und dass das keine Art sei, sagte er nix. Außer das es ein Fehler vom Personalleiter gewesen sei, er hätte die Anweisung gehabt, mich nicht mehr an der Kartenkasse und Nebenverkauf einzuteilen. Das er mich hier öffentlich denunziert mit der Aktion, entgegnete er nur, dass es Ihn und mich nicht kümmern sollte, was sonst einer denkt. Darauf, dass ich es schriftlich haben will, dass ich für Kassen gesperrt bin, fragte er nur warum und er müsse den Geschäftsführer fragen, ob sie das machen.
Habe mich dann gegen 19:20 Uhr am Mittwoch krank gemeldet, da die Situation auf der Arbeit für mich nicht mehr ertragbar war, da zahlreiche Kollegen zu mir kamen und fragten, "du mit 18:00-0:30 nicht an der Kartenkasse? wo ist der Enddienst?..." und bin nach Hause.
Also hier meine Fragen und meine Probleme mit der ganzen Sache.
1. Können die mich so einfach sperren für die Kartenkasse und Nebenverkauf?
Ich sehe es als Verletzung des Arbeitsvertrages, bin schließlich als Servicemitarbeiter eingestellt und nicht als Ebenenpersonal. Können mir gerne Abmahungen geben und mich kündigen, wenn sie mich nicht für tauglich halten. Mal abgesehen davon, dass auch noch Verkaufsstandsperre echt hirnrissig ist. Oder gebe ich da irgendwo auch ne Nummer ein oder akzeptiere Freikarten?
2. Was kann ich wegen dem Verhalten, im speziellen vom Kinoleiter, tun?
Finde es vollkommen indiskutabel, dass man mich so zwangsversetzt und noch nicht einmal meint mit mir darüber reden zu müssen. Dies zudem so öffentlich geschieht, dass es für jeden Mitarbeiter ersichtlich ist, dass ich Kassensperre habe. Kommt quasi einem Aushang im Pausenraum gleich, in dem man Selbiges verkündet. Der Kinoleiter hat in dem Gespräch die Schuld hauptsächlich auf den Personalleiter geschoben, dass er hätte mit mir reden müssen, und auf die Konfrontation meinerseits, dass die Sperre wohl von ihm aus ginge, meinte er nur, dass dem nicht so sei, er das mit den Kollegen besprochen hätte. Aber am Mittwoch 03.05 war das Problem an der Kartenkasse gewesen und am Freitag, den 05.05, wurde ich schon zwangsversetzt durch den Kinoleiter, also kann die Entscheidung gar nicht Montags beim Managermeeting erfolgt sein. Somit hätte der Kinoleiter freitags die Pflicht gehabt, mich über die Sperre, ob sie zulässig ist oder nicht, wenigstens zu informieren.
3. In wie weit oder was für Optionen gibt es, da ich das Arbeitsverhältnis als nachhaltig gestört empfinde? Offensichtlich beiderseits.
Vorab Dank für Eure MüheGeändert von phil296 (30.05.2011 um 13:48 Uhr)

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