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Berechnung Soll-Arbeitszeit bei Kind-Krank

  1. #1
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    Berechnung Soll-Arbeitszeit bei Kind-Krank

    Hallo, ich habe folgendes Problem:
    Eine Mitarbeiterin von uns war im Monat Januar 2011 für drei Tage im Kind-Krank. Im Arbeitsvertrag ist geregelt, dass ihr dafür Krankengeld von der Krankenkasse zusteht und der Lohn vom Arbeitgeber nicht fortgezahlt wird, sowie dass der Arbeitnehmer Anspruch auf unbezahlte Freistellung für die Zeit der Pflege des Kindes hat. Soll-Arbeitszeit sind 40 Stunden pro Woche, das wären also im Januar 168 Stunden. Die Mitarbeiterin bekommt ein festes Gehalt, das bei Kind-Krank um 1/30 je Krankheitstag gekürzt wird. Überstunden (also tatsächlich geleistete Arbeitsstunden minus Sollstunden des Monats) werden nicht ausbezahlt, sondern auf einem Überstundenkonto gesammelt und können dann abgesetzt werden.
    Hier kurz die Eckdaten:
    168 Soll-Arbeitsstunden im Monat Januar
    3 Tage Kind-Krank (24 Stunden, da 8 Stunden pro Tag)
    161 tatsächlich geleistete Arbeitsstunden (also trotz 3 Tagen Kind-Krank, das wären dann also 185 Stunden, wenn kein Kind-Krank vorliegen würde)
    Meine Frage ist jetzt, ob die Krankheitsstunden auf die Soll-Arbeitsstunden angerechnet werden (das bliebe dann bei 168 Stunden) oder nicht (dann wären das 144 Stunden Soll im Januar, weil 168 minus 24). Mein Chef geht von ersterem aus und ist der Meinung, dass im Januar 168 Stunden erbracht werden müssen, die MA hat aber nur 161 Stunden tatsächlich erbracht, somit würden auf dem Überstundenkonto 7 Minusstunden stehen. Meiner Meinung nach müsste man diese 24 Krankheitsstunden von der Soll-Arbeitszeit abziehen. Dann würde ich zu dem Ergebnis kommen, dass 17 Überstunden anfallen würden (weil 161 minus 144). Mein Chef meinte dazu, dass wir dann in diesem Fall ja diese Kind-Krank-Tage mitbezahlen würden. Ich finde aber weiterhin, dass ich recht habe, denn für diese 3 Krank-Tage bekommt die Mitarbeiterin ja von uns kein Gehalt, wird also von uns unbezahlt freigestellt. Deswegen dürften wir doch dort auch keine Soll-Arbeitsstunden verlangen, oder?
    Wer hat nun recht? Und wenn ich recht habe, wie kann ich meinem Chef das stichhaltig und klar verständlich machen, dass ich recht habe?
    Ich bitte um schnellstmögliche Antwort, weil mein Chef nicht eher lockerlässt.
    Danke schon mal im Vorraus 

  2. #2
    PKP
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    Wenn im Arbeitsvertrag geregelt ist, dass diese unbezahlt freizustellen ist, dann wird ja nicht mit 21 Tagen á 8 Stunden = 168 Stunden, sondern mit 21 Tagen ./. 3 freigestellte = 18 Tage x 8 Stunden = 144 Stunden.

    Ich schließe mich da voll und ganz deiner Meinung an, da alles andere keinen Sinn macht. Wenn dein Chef jetzt die Minusstunden verbuchen will, dann widerspricht dass der arbeitsvertraglichen Regelung, die ja bindend ist. Es können keine Sollstunden für die Tage entstehen, an denen der AN von der Arbeit freigestellt ist.