An Jobbörse der Bundesagentur wird Kritik laut

Die auf der Online-Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit hinterlegten Bewerberdaten sind nur unzureichend vor einem Zugriff unbefugter Dritter geschützt. Dies geht aus einem Artikel der “Süddeutschen Zeitung” hervor.

“Deutschlands größtes Stellenportal im Internet lädt zum Missbrauch geradezu ein”, erklärte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar im Interview mit der Süddeutschen. So könnten Kriminelle über die Internet-Stellenbörse zu Unrecht an Bewerberdaten gelangen. “Es darf nicht sein, dass sensible Daten der 3,8 Millionen Registrierten in falsche Hände geraten”, forderte der Bundesdatenschutzbeauftragte.

Insbesondere die Kontrollmechanismen der BA seien Schaar zufolge als ungenügend zu bezeichnen. Potentielle Arbeitgeber müssten lediglich den Firmennamen, die Branche sowie Ansprechpartner und Anschrift angeben. Danach könnten sie bereits einen Teil der Bewerberdaten in nicht anonymisierter Form einsehen. Die Identität des Arbeitbebers werde von der BA allerdings nicht überprüft.

Peter Schaar sieht diese Praxis als Einfalltor für Datenmissbrauch an, welches unverzüglich geschlossen werden müsste.

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30. Oktober 2009 um 01:51 Uhr

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