Daimler – massive Einschnitte bei den Beschäftigten

Nach der Bekanntgabe des Milliardenverlustes plant der Autohersteller Daimler milliardenschwere Eingriffe bei den Beschäftigten. Neben dem Griff in die Lohntüte der Arbeitnehmer, die bisher noch nicht in die Kurzarbeit geschickt wurden, müssen auch Kurzarbeiter mit weiteren Einschnitten rechnen. Daimler will unter anderem den Zuschuss zum Kurzarbeitergeld streichen.

Löhne und Arbeitszeit vollbeschäftigter Mitarbeiter sollen gleichzeitig um 8,75 Prozent reduziert werden. Im Gegenzug verspricht das Unternehmen aber den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2010. Von den in Deutschland beschäftigten 165.000 Arbeitnehmern hat der Premium-Hersteller bereits 68.000 Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt.

Neben den Einschnitten hat Personalchef Wilfried Porth erklärt, dass auch die Unternehmensspitze auf einen Teil des Grundgehalts verzichte. Im ersten Quartal hat der Autobauer einen Verlust von 1,3 Milliarden EUR eingefahren. Vor dem Hintergrund dieser schlechten Quartalszahlen will das Management in den verbleibenden Monaten des laufenden Jahres allein im Personalbereich vier Milliarden Euro einsparen. Die Hoffnungen des Unternehmens und der Belegschaft ruhen jetzt auf einem absehbaren Ende der Wirtschaftskrise.

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29. April 2009 um 14:33 Uhr

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