Nimmt Continental wieder Fahrt auf

Der Reifenhersteller Continental versucht mit Hilfe von Kurzarbeit, Arbeitsplätze in Hannover zu retten. Diese von Vorstand und Betriebsrat beschlossene Maßnahme soll vorerst bis Jahresende die Mitarbeiter vor Arbeitslosigkeit schützen und eine Schließung vermeiden. 2010 muss in neuen Verhandlungen eine dauerhafte Lösung gefunden werden.

Vorausgegangen waren dramatische Markteinbrüche im ersten Quartal 2009. Die Entscheidung über eine Werkschließung in Hannover und dem französischen Clairoix war im April für Vorstandschef Karl-Thomas Neumann die einzige Alternative. Während die französischen Mitarbeiter weiter um ihren Job bangen müssen, steht den 780 deutschen Beschäftigten Kurzarbeit bevor. Continental hatte in den Monaten Januar bis März erhebliche Verluste in Höhe von 267 Millionen Euro eingefahren.

Der Umsatz des Unternehmens schrumpfte um etwa 35 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Die Übernahme von VDO, einem ehemaligen Siemens Autozulieferer, belastet die Bilanz von Continental mit gut zehn Milliarden Euro. Daneben sorgt die Übernahme des Unternehmens durch Schaeffler auch weiterhin für Probleme. Ob sich Continental in den kommenden Monaten erholt und auf Kurzarbeit verzichten kann, hängt nicht zuletzt auch von einer Lösung bei Schaeffler ab.

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20. Mai 2009 um 11:09 Uhr

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