Kurzarbeit hat zwei Gesichter

Die Wirtschaftskrise zwingt viele Unternehmen zu Spaßmaßnahmen. Kurzarbeit wird derzeit intensiv genutzt, um qualifizierte Beschäftige zu halten. Für den Staat ein kostenintensives Instrument der Arbeitsmarktpolitik. Ist es auch das richtige Instrument für angeschlagene Unternehmen? In fast allen Branchen sieht es schlecht aus – Aufträge werden storniert, Umsätze brechen ein und die Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit.

Die Zahl der Arbeitslosen ist dennoch geringer angestiegen, als vermutet – kurz vor den Bundestagswahlen ein gutes Argument für gute Politik angesichts der gebeutelten Wirtschaftslage. Andererseits wollen die Unternehmen für den Boom danach mit qualifiziertem Fachpersonal gerüstet sein, die Stimmung ist laut Ifo-Index zuversichtlich.

Jedoch sind die Anreize, wirtschaftliche Probleme mit neuen Märkten, Produkten oder Restrukturierungen zu lösen, durch den Einsatz von staatlichen Subventionen zur Problemlösung geringer. In den Augen einiger Experten macht Kurzarbeit träge und innovationsfaul. Sollten aber keine neuen Aufträge kommen und die Krise länger andauern, ist der Personalabbau unausweichlich.

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2. Juni 2009 um 11:09 Uhr

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