Scandlines gibt Warnemünde auf und streicht 200 Stellen

Scandlines kürzt 200 Stellen in Deutschland. Damit reagiert das Unternehmen auf das um 25 Prozent sehr stark gesunkene Frachtaufkommen. Außerdem soll mit dem Grundstücksverkauf in Warnemünde der Schuldenberg von 1,1 Milliarden abgebaut werden. Die Verwaltung der Reederei soll zum Jahresende im schleswig-holsteinischen Puttgarden konzentriert sein. In Dänemark sind ebenso 200 der 2.400 Beschäftigungsverhältnisse  im  Unternehmen betroffen.

Mit dem vorgesehenen  Personalabbau sollen die übrigen 2.000 Arbeitsplätze erhalten werden. Ein solcher struktureller Einschnitt war bis 2011 ohnehin geplant und wird aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise vorgezogen. Ob die deutsche Belegschaft mit Kurzarbeit gehalten werden soll, ist bislang unklar.

Der ehemalige Eigentümer – die Deutsche Bahn AG – hatte beim damaligen Verkauf eine Beschäftigungs- und Standortgarantie bis August 2010 zugesichert. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und der Bahnvorstand wurden deshalb aufgefordert, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze und des Standortes intensiver einzusetzen.

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12. Juni 2009 um 12:50 Uhr

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