Jenoptik streicht trotz Kurzarbeit weiter Stellen

Die weiterhin andauernde Wirtschaftskrise hinterlässt Spuren bei den Unternehmen und zwingt nun auch Jenoptik dazu, weitere Stellen zu streichen. Insgesamt sind 400 Mitarbeiter betroffen, davon 160 im Ausland sowie 90 Stellen, die durch die Standortschließung in Gießen einhergehen und durch die Einstellung der Produktion von Mittelformatkameras.

Erst Ende Juli wurde für 630 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet, 80 Leiharbeiter wurden entlassen. Um weitere Kosten einzusparen, sind nun betriebsbedingte Kündigungen vorgesehen. Jenoptik kämpft seit Jahresbeginn mit rückläufigen Umsätzen und gesunkenen Gewinnen. Im ersten Halbjahr ist bereits ein Verlust von 11,1 Millionen Euro eingefahren worden.

Der Umsatz ging zugleich um knapp 13 Prozent zurück. Kosteneinsparungen werden vor allem in verlustreichen Sparten, wie optische Systeme, industrielle Messtechnik, aber auch Materialbearbeitung und Laser vorgenommen. Ob die Kurzarbeit aus Kostengründen zukünftig intensiviert wird, bleibt aber offen.

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11. September 2009 um 19:28 Uhr

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