Kurzarbeit hält den Arbeitsmarkt auch weiterhin stabil

Die Zahl der Menschen ohne Job ist im Februar nur geringfügig um 26.000 angestiegen. Damit sind derzeit laut offizieller Statistik 3,64 Millionen Menschen arbeitslos. Die Quote stieg im „jahreszeitlich üblichen Umfang“ von 8,6 auf 8,7 Prozent. Befürchtet worden war eine weitaus drastischere Entwicklung des Arbeitsmarktes mit einem Zuwachs von bis zu 70.000 Arbeitssuchenden.

Von einem Wunder wollte Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA), nicht sprechen. „Wunder gibt es woanders, nicht am Arbeitsmarkt“, so Alt. Dass die Arbeitslosenzahlen nicht stärker gestiegen sind, führt er auf die Kurzarbeit zurück. Sie sorgte dafür, dass sich der Markt recht robust entwickelt hat, wenngleich die Nachfrage nach Kurzarbeitergeld derzeit wieder sinkt.

Für das laufende Jahr rechnet die BA mit maximal 3,8 Millionen Arbeitssuchenden. Vor wenigen Monaten lag diese Zahl noch deutlich höher bei 4,1 Millionen. Einen Grund zur Entwarnung gebe es derzeit aber noch nicht, mahnt der Deutsche Gewerkschaftsbund: „Die konjunkturellen Rückschlagrisiken sind weiterhin sehr hoch.“. Als problematisch wird vor allem der ostdeutsche Arbeitsmarkt gewertet. Zwar sei die Zahl der Menschen ohne Arbeit nicht ganz so stark gestiegen wie im Westen und seien auch weniger Arbeitskräfte abgewandert. Trotzdem weise der Osten mit 13,7 Prozent nach wie vor eine deutlich höhere Arbeitslosenquote auf als der Westen (7,4 Prozent).

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26. Februar 2010 um 12:55 Uhr

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